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Was ist Transfer und wie funktioniert er im Bildungswesen?

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Diesen Fragen widmet sich der Arbeitsschwerpunkt „Transfer Wissenschaft - Praxis“ in der QUA-LiS NRW. In diesem Arbeitsfeld geht es darum, Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis für die qualitätsvolle Weiterentwicklung von Schule und anderen Institutionen des Schulsystems wie z. B. die Bildungsadministration aufzubereiten und zu ihrer Unterstützung anzubieten.

Dies beinhaltet die Aufgabe, Forschungsergebnisse, aber auch Praxiserkenntnisse zu erfassen, als relevant zu erkennen und sie für die Anwendung in Schulpraxis oder auch Bildungsadministrationspraxis aufzuarbeiten sowie Rückkopplungen mit der Wissenschaft vorzunehmen.

Was verstehen wir unter Transfer?

Der Ausdruck „transferre“ aus dem Lateinischen meint etwas „hinüberbringen, übertragen“. Auf das Schulsystem bezogen kann damit ein Anspruch verstanden werden, dass z. B. wissenschaftliche Erkenntnisse auf die praktischen Herausforderungen von Schule „übertragen“ werden sollen, also dass Forschung Lösungen für praktische Fragestellungen bereitstellt. Allerdings funktioniert ein linear gedachter Transfer im Sinne einer einfachen Übertragung eines Sachverhalts von A nach B nicht. Vielmehr müssen Erkenntnisse und Innovationen, die in einem Bereich erzeugt wurden, für die Nutzung in einem anderen Bereich angepasst und ggf. modifiziert werden vor dem Hintergrund der jeweils spezifischen Bedingungen und Bedarfe in diesem neuen Kontext.

Dem liegt ein Verständnis von Transfer zugrunde, das im Positionspapier der Landesinstitute und Qualitätsagenturen der Länder (PDF, 925KB) wie folgt formuliert ist (S. 5):

„Forschungsergebnisse und Monitoringdaten stellen Beschreibungs- und Diagnosewissen – sowie im besten Fall – ansatzweise Erklärungswissen bereit, das in den jeweiligen Handlungskontexten von Schule bzw. der Bildungsverwaltung durch differenzierte Interpretations- und Auswertungsprozesse zu Handlungswissen verarbeitet werden muss. In praxisnahen, angeleiteten, kooperativen Settings wird Forschungswissen dabei eher transformiert als transferiert, da es mit reflektiertem Fallverstehen von Praktikerinnen und Praktikern in unterschiedlichen Prozessphasen der Aneignung unterschiedliche Funktionen haben kann.“

Was meint „Angebots- und Bedarfsorientierung“?

Nur bei einer Passung zwischen dem, was z. B. aus der Forschung zur Unterstützung für Schulen angeboten wird, und dem, was tatsächlich an Unterstützungsbedarfen in der Praxis vorliegt, kann erfolgreich transferiert werden. Das bedeutet z. B., dass zumeist wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische, für die spezifische Praxis einer Schule passende, Konzepte verarbeitet werden müssen, damit sie als relevant erachtet und als nützlich erlebt werden können.

Welche Transferstrategien werden verfolgt?

In unserer Transferarbeit werden unterschiedliche Strategien verfolgt. In der Regel wird kooperativ mit verschiedenen Partnern zusammengearbeitet. Nur im intensiven Austausch und in der gemeinsamen Arbeit mit Forschenden, Schulpraktikerinnen und –praktikern und Bildungsverwaltung können erfolgreiche Wege und Produkte zur Unterstützung von Praxis gewonnen, erprobt und ggf. weiterentwickelt werden. Vorwiegend arbeiten wir daher projektförmig in der Kooperation mit zahlreichen Partnern, verfolgen aber auch aber auch andere Strategien, wie Publikationsarbeit, Onlineangebote und diskursive Settings (z. B. Runde Tische, Fachtagungen).

Wie sieht Transferarbeit im Arbeitsfeld „Transfer Wissenschaft - Praxis“ konkret aus?

Derzeit arbeiten wir im Rahmen der Clearingstelle evidenzbasierte Pädagogik in zahlreichen unterschiedlichen Kooperationsprojekten mit Wissenschaft und Praxis und Kooperationsprojekten mit Ländern und Partnern zusammen.

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