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Multiprofessionelle Teamarbeit an der Köllerholzschule

Arbeitsgruppe am Tisch mit Mindmap

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist im Rahmen des Ausbaus der Ganztagsschule (OGS) seit 2004 bis heute erheblich angestiegen. An der Schule arbeiten nun 60 Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, weiteres pädagogisches Fachpersonal, Honorarkräfte und ehrenamtlich Tätige gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern.

Der Offene Ganztag hat deutlich zur Professionalisierung, zu einem veränderten Bildungsverständnis und zu einem ganzheitlicheren Blick auf die Kinder beigetragen. Fachleute (z. B. Biologin, Schulimker, Schulhandwerker, Sportübungsleiter, Künstler) bereichern die Bandbreite der schulischen Ausbildung für die Kinder erheblich. Aber auch im Miteinander mit den Lehrkräften entstehen profilschärfende Synergien. „Gemeinsam gute Schule machen!“ wird hier tagtäglich umgesetzt und „lernende Schule“ auf allen Ebenen entwickelt. 

Teambildung
Der Teamorientierung wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Vom 1. Jahrgang an aufwärts entstehen möglichst feste Teams. Zu diesen gehören Lehr- und Ganztagskräfte, die sich bei Bedarf mit der Schulleitung und der Ganztagskoordination rückkoppeln. Die Kinder haben deshalb mit bestimmten Bezugspersonen Kontakt, die sie nach Möglichkeit durch die Grundschulzeit begleiten.

Auf der Basis bestimmter Organisationsvorgaben, die von der Schulleitung in Kooperation mit der Ganztagskoordination erstellt werden, können die Teams ihre Arbeitskapazitäten, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten gemeinschaftlich intern regeln. Das bezieht sich auf den Unterricht, die Lernzeiten, die thematischen Angebote, das Mittagessen, die Bewegungspausen und das Freispiel. Aber auch die individuelle Förderung der Kinder und die Elternberatung und damit der Schritt hin zu einer „Bildungs- und Erziehungspartnerschaft“ werden in den Teams beraten. 

Die Koordination des Ganztagsteams erfolgt durch zwei Fachkräfte in Vollzeittätigkeit als Koordinierungsteam. Die Aufgabenfelder betreffen zum einen die pädagogische Leitung (Erzieherin und psychotherapeutische Assistentin), zum anderen die Verwaltung (Diplomverwaltungswirtin). Hinzu kommt eine weitere Kollegin (Diplombiologin) mit einer speziell auf das Schulprofil (BNE) bezogenen Stelle, deren besondere Aufgabe die inhaltlich-thematische Verschneidung der Arbeit der Teams (Lehrerkollegium und Ganztagsteam) ist.

Das Ganztagsteam trifft sich regelmäßig zu Mitarbeiterbesprechungen. Die Koordinatorinnen stimmen die Vorbereitung  mit der Schulleitung ab, die an den Sitzungen mitwirkt. Die Ganztagskoordinatorinnen  nehmen darüber hinaus bei Bedarf im Sinne schulischer Kooperation und Transparenz an weiteren Veranstaltungen teil (Konferenzen, Pflegschaftssitzungen, Sitzungen des Fördervereins, Qualitätsarbeitskreise).

Eine weitere zielführende Bereicherung ist ein kollegiales „Bindeglied“. Jeweils zwei Lehrerinnen und Erzieherinnen als Vertreterinnen der Teams  treffen sich zum regelmäßigen Austausch.

In enger Verzahnung von Vor- und Nachmittag ist ein weiteres verantwortliches Team entstanden, das sich um die Tages- und Wochenbegleitung der Kinder kümmert, die benachteiligt sind, Handicaps haben oder des Nachteilausgleichs bedürfen. In diesem „Team Lernwerkstatt“ arbeiten der Schulleiter, eine Sonderpädagogin, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen des „Freiwilligen Sozialen Jahres“ (FSJ), Schulbegleiterinnen, Fachkräfte des Ganztagsteams und ehrenamtlich Tätige zusammen. Ziel ist es, den Kindern Möglichkeiten individueller Rhythmisierung, besonderer emotionaler Zuwendung und persönlich zugeschnittener Arbeitsweisen zu eröffnen.

Kommunikation
Mehrmals jährlich finden Ganztagsschulkonferenzen oder Pädagogische Tage statt, an denen alle pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule teilnehmen können (Schulleitung, Ganztagskoordination, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen, Fachpersonal), bei Bedarf auch Trägervertreter der Arbeiterwohlfahrt und externe Fachleute. Diese pädagogischen Veranstaltungen werden von der Schulleitung und den Koordinatorinnen des Ganztags gemeinsam mit der schulischen Steuergruppe vorbereitet und durchgeführt. Der Teilnehmerkreis wird regelmäßig durch Elternvertreterinnen und  Elternvertreter und Schülerinnen und Schüler erweitert.

Gelingensfaktoren für die multiprofessionelle Teamarbeit

  • Implementierung einer transparenten Steuerung (Schulleitung, Ganztagskoordination, Eltern- und Schülervertretung) unter Federführung einer Steuergruppe mit Beauftragung
  • Begleitung und Beratung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sinne des „Sich-Wohlfühlens in der Arbeit“ in Verantwortung der Schulleitung
  • Erstellung von Mitarbeiterprofilen, um individuelle Stärken, Fähigkeiten, Neigungen und  Vorlieben gezielt und synergetisch zu nutzen
  • Übertragung von  Zuständigkeiten mit Verantwortung auf die (gemischten) Teams
  • Supervision zur Teamentwicklung in der Ganztagsschule (Bezirksregierung Arnsberg)
  • „Kollegiale Fallberatung“ als teamförderliches Instrumentarium zum Umgang mit Schülerinnen und Schülern in schwierigen Lebenssituationen oder mit emotional anspruchsvollen Dispositionen

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 12.05.2017