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Praxisbeispiel Hören und Kommunikation (HK): "IN-Klasse"

Grundschule richtet Schwerpunktklassen für Schülerinnen und Schüler mit einer Hörschädigung ein

Die Eckpfeiler

  • Kooperation zwischen Michael-Ende-Schule-Minden (Grundschule) und Westkampschule in Bielefeld (LWL-Förderschule Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation)
  • Einrichtung einer „IN-Klasse“ an der Michael-Ende-Schule-Minden: maximal 5 Schülerinnen und Schüler mit einer Hörschädigung und maximal 20 hörende Schülerinnen und Schüler in einer Klasse
  • Projektstart Schuljahr 2012/2013
  • seit Schuljahr 2013/14 ist die Michael-Ende-Schule Schwerpunktschule für diesen Förderschwerpunkt mit mittlerweile weiteren „IN-Klassen“

Die Ziele

  • Weiterentwicklung der Einzelintegration von Schülerinnen und Schülern mit einer Hörschädigung an Regelschulen
  • Lernenden mit einer Hörschädigung sollen Möglichkeiten eröffnet werden, soziale Kontakte sowohl zu anderen Schülerinnen und Schülern mit einer Hörschädigung als auch zu Gleichaltrigen ohne Hörschädigung aufzubauen.

Die konkrete Umsetzung

  • In der Michael-Ende-Grundschule lernen die Schülerinnen und Schüler der ersten, zweiten und dritten Jahrgänge gemeinsam in jahrgangsgemischten Klassen. Diese Organisationsform unterstützt die heterogene Zusammensetzung der Lerngruppe bezüglich ihres Leistungsvermögens, ihrer sozialen Herkunft, ihrer persönlichen Individualität und in der „IN-Klasse“ zudem insbesondere bezüglich ihrer Hör- und Sprachentwicklung.
  • Die Schülerinnen und Schüler lernen gemeinsam und differenziert. Die individuelle Förderung in der Jahrgangsmischung ermöglicht den Schülerinnen und Schülern mit Hörschädigung, ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend begleitet zu werden. Der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler mit Hörschädigung kann zielgleich und zieldifferent sein.
  • Im Unterricht werden die besonderen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler mit einer Hörschädigung durch den Einsatz von besonderen pädagogischen Maßnahmen berücksichtigt: tägliche Überprüfung der Hörgeräte, Einsatz von Visualisierungen, Strukturierungshilfen und zusätzlichen Erklärungen, Einhalten einer ruhigen Arbeitsatmosphäre, Einüben und kontinuierliches Beachten von Gesprächsregeln, verstärkte Maßnahmen zur Verständnissicherung von Sprache, ggf. Zeitzugaben zum Arbeiten und Verstehen.
  • Ausstattung: Die Klassenräume wurden für den Unterricht mit Schülerinnen und Schülern mit einer Hörschädigung eingerichtet (Trittschalldämmung und schall­schluckende Wand- bzw. Deckenelemente). Darüber hinaus verfügen die IN-Klassen über eine FM-Anlage mit zusätzlichen Mikrophonen für die Mitschülerinnen und Mitschüler.
  • Teamarbeit: In den IN-Klassen arbeiten Lehrkräfte der allgemeinen Schule und Lehrkräfte für sonderpädagogische Förderung der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation im Team. Beide Lehrkräfte übernehmen im Optimalfall Klassenleitungsfunktionen und teilen sich die Hauptfächer Mathematik und Deutsch. Die Teamarbeit umfasst neben der Unterrichtstätigkeit regelmäßige Teambesprechungen, intensive Diagnostik und Beobachtung der Schülerinnen und Schüler und das Erstellen differenzierter Förderpläne. In Rahmen einer regelmäßig tagenden Steuergruppe tauschen sich Lehrende der Michael-Ende-Schule und der Westkampschule u.a. über aktuelle Entwicklungen, Weiterentwicklung des Konzeptes, Aufnahme von neuen Schülerinnen und Schülern mit einer Hörschädigung, Klassenverteilungen etc. aus.
  • Fortbildung: Lehrkräfte der Förderschule führen bei Bedarf Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen für die Lehrkräfte der Michael-Ende-Schule durch. Beispiel-Themen: „Vom Hören und eingeschränkten Hören“ (Hörschädigung/ Technische Hilfsmittel), „Zeichensysteme im Unterricht mit hörgeschädigten Schülerinnen und Schülern“, „Der Nachteilsausgleich für hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler“.

Links

Michael-Ende-Schule-Minden

Westkampschule Bielefeld (LWL-Förderschule Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation)

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