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Arbeit mit Kompetenzrastern

Kompetenzraster bieten eine gemeinsame Bezugsgrundlage für den Fachunterricht und für Lernzeiten. Sie sind daher gut dazu geeignet, beide Lernformen sinnvoll miteinander zu verknüpfen. 

In einem Kompetenzraster werden Lernziele und Lerninhalte als Könnens-Formulierungen festgehalten. Für verschiedene Lern- und Inhaltsbereiche wird, im Idealfall in verschiedenen Anspruchsniveaus, angegeben, was ein Lernender können, wissen und verstehen soll.

Vorteile der Arbeit mit Kompetenzrastern für Lernzeiten:

  • Kompetenzorientiertes Lernen ist personalisiertes Lernen und fördert die durch Lernzeiten angestrebte Individualisierung. Das Kompetenzraster visualisiert anschaulich den Standort des Einzelnen in seiner individuellen Lernlandschaft.
  • Kompetenzraster bilden in kompakter Form die Bildungsstandards eines Faches oder Lernbereiches ab. Sie schaffen so Verbindlichkeit auch in offenen Lernsettings und ermöglichen die Verknüpfung mit den Lerninhalten des Fachunterrichts.
  • Durch das Kompetenzraster wird deutlich, dass das Lernen ein fortlaufender Prozess ist, in dem Kompetenzen Stufe für Stufe erworben und trainiert werden müssen.
  • Kompetenzraster bilden die Heterogenität einer Lerngruppe ab und verdeutlichen, dass Lernende sich auf einem Lernweg befinden, der sich über verschiedene Stufen vollzieht.
  • Kompetenzraster schaffen Transparenz und sind durch die verständlichen „Ich kann“-Formulierungen für Schülerinnen und Schüler nachvollziehbar. Anhand des Kompetenzrasters lässt sich der persönliche Lernfortschritt nachvollziehen – ein defizitorientierter Blick auf die erbrachten Leistungen lässt sich verhindern.
  • In der Lernzeit können einerseits bestimmte Kompetenzen erworben werden, die im Fachunterricht bewusst „ausgelagert“ werden. Andererseits können in der Lernzeit Kompetenzen vertieft trainiert werden, die gleichzeitig im Fachunterricht geschult werden. Die Art der Verknüpfung von Lernzeiten und Fachunterricht ist durch das Kompetenzraster nachvollziehbar.

Kompetenzformulierungen:

Neben der Progression des Lernniveaus in den verschiedenen Kompetenzstufen ist die Formulierung der Kompetenzen ein zentraler Bestandteil der Kompetenzraster, wenn sie für Schülerinnen und Schüler eine hilfreiche Unterstützung ihres Lernprozesses sein sollen.
Den Schülerinnen und Schülern muss anhand der Formulierung im Kompetenzraster deutlich werden, woran sie selbst erkennen können, ob sie eine Kompetenz erworben haben.

Beispiel:

Lernzielformulierung Kompetenzformulierung

„Die Schülerinnen und Schüler erschließen den lyrischen Text „Sehnsucht“ von Joseph von Eichendorff im Hinblick auf seine Zugehörigkeit  zur Epoche der Romantik."

"Ich kann erklären, ob und warum ein mir vorliegendes Gedicht zur Epoche Romantik gehört.“

Die grundlegende Struktur eines niveaudifferenzierten Kompetenzrasters ist eine Tabelle der folgenden Art:

Tabelle Kompetenzraster

Aus der Praxis:

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 09.05.2018