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Die Schule schöpft ihre Möglichkeiten zur Verringerung von ungleichen Bildungschancen und Benachteiligungen aus.

Aufschließende Aussagen

  • Die Schule trägt dazu bei, dass die Wahl des weiteren Bildungsweges nicht von Merkmalen wie beispielsweise sozialem Status, Zuwanderungsgeschichte, Geschlecht oder Behinderung geprägt ist.
  • Die Schule trägt dazu bei, dass bei der Berufswahl geschlechtsbezogene Rollenzuschreibungen überwunden werden und eine selbstbestimmte und unabhängige Lebensführung ermöglicht wird.
  • Die Schule trägt dazu bei, dass alle Schülerinnen und Schüler nach erfolgreichem Schulbesuch den Besuch einer weiterführenden Schule, eine Ausbildung, ein Studium oder eine Erwerbstätigkeit anstreben.

Erläuterungen

Die Schule schöpft ihre Möglichkeiten zur Verringerung von ungleichen Bildungschancen und Benachteiligungen aus.

Es besteht ein breiter Konsens, dass der Bildungserfolg nicht durch Faktoren wie Bildungsnähe des Elternhauses, sozialer Status, Zuwanderungsgeschichte, Behinderung oder Geschlecht bestimmt sein darf. Wenn auch eine Vielzahl von Faktoren die Bildungsgerechtigkeit beeinflusst, hat Schule jedoch einen erheblichen Anteil, dass die Bildung der Schülerinnen und Schüler erfolgreich verläuft. Es muss sensibel geschaut werden, wie es der Schule gelingen kann, schulische Chancendisparitäten zu identifizieren und zu beheben.

Die hier zur Verfügung gestellten Materialien weisen auf u.a. Forschungsergebnisse zum Thema Bildungsgerechtigkeit hin. Es werden Handlungsfelder beschrieben, die dazu dienen, zentrale Ansatzpunkte zu benennen, um Bildungsbenachteiligungen zu vermeiden und abzubauen.

Hier sei ebenso auf die Materialien zur Dimension 2.4 zur „Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität“ sowie zur Dimension 3.2 zur „Kultur des Umgangs miteinander“ verwiesen.

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Materialien

Impulse für die Koedukation an Schulen Ministerium für Schule und Bildung NRW (Hrsg.) 2018 Gleichberechtigung praktisch lehren - lernen - leben. Diese Handreichung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW gibt Impulse für die Koedukation an Schulen und für ein Konzept zur Förderung der Gleichberechtigung (Gender Mainstreaming). Die Broschüre zeigt schulische Handlungsfelder und Themen mit Gleichstellung auf. Außerdem beinhaltet sie u. a. hilfreiche Impulsfragen zur geschlechterdifferenzierten Analyse von Unterricht und Schulleben.

Material zum Download:

Handreichung
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Forschungsergebnisse zur Bildungsgerechtigkeit Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2016 Chancengerechtigkeit und Teilhabe. Ergebnisse aus der Forschung.

Das vorliegende Dokument fasst Forschungsergebnisse zum Thema Bildungsgerechtigkeit zusammen. Das Autorenteam kommt abschließend zu der Aussage, dass nur „hohe Qualitätsstandards in schulischen Lernorten vor Ort“ sicherstellen können, dass die gewünschten Bildungsziele und -standards erreichbar sind.

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KMK-Leitlinien zur Sicherung der Chancengleichheit Kultusministerkonferenz 2016 Leitlinien zur Sicherung der Chancengleichheit durch geschlechtersensible schulische Bildung und Erziehung.

In diesen KMK-Empfehlungen werden Handlungsfelder beschrieben, die dazu dienen, zentrale Ansatzpunkte zu benennen, um benachteiligende Geschlechterstereotypien zu vermeiden und abzubauen. Ein Fokus liegt auf den Bereichen Unterrichtsvorgaben, Prüfungsaufgaben, Lehr- und Lernmittel, Lehramtsausbildung und -fortbildung, strukturelle Ansätze, Personalentwicklung und Sachausstattung.

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Forschungsmonitor Schule - Abbau von Bildungsbenachteiligung Braune, Holger 2019 Rezension zu Buchna, J., Coelen, T., Dollinger, B. & Rother, P. (2017). Abbau von Bildungsbenachteiligung als Mythos? Orientierungen pädagogischer Akteure in (Ganztags-)Grundschulen. Zeitschrift für Pädagogik 63 4 416-436 In der vorliegenden Studie untersuchen die Autoren, ob bzw. inwiefern das bildungspolitische Ziel des Abbaus von Bildungsbenachteiligungen für die pädagogischen Akteure im Primarbereich in ihrer pädagogischen Praxis handlungsleitend ist. Link zum Material eingesehen am: 13.01.2021Probleme oder Hinweise zu diesem Material melden
Geschlechterdisparitäten im Bildungsverlauf Große-Venhaus, Gerd 2009 Mädchen und Jungen auf ihrem Weg durch das allgemeinbildende Schulsystem – Geschlechterdisparitäten im Bildungsverlauf.

Die klassische Geschlechterkonstruktion bei Jungen und jungen Männern gerät zunehmend ins Wanken. Der Beitrag untersucht vor diesem Hintergrund, wie unterschiedlich Mädchen und Jungen tendenziell im Verlauf der Bildungsstufen des allgemeinbildenden Schulsystems abschneiden. Als eine unterstützende Maßnahme wird die Erhebung von Schülerdaten im bildungsbiografischen Längsschnitt angesehen, die weiteren Aufschluss über kumulative Effekte entlang schulischer Weichenstellungen im Bildungsverlauf bieten kann.

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Bericht zur Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem Bertelsmann Stiftung 2014 Chancenspiegel 2014. Regionale Disparitäten in der Chancengerechtigkeit und Leistungsfähigkeit der deutschen Schulsysteme. Der Bericht bietet eine Übersicht über die Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem. Er geht auf die regionalen Unterschiede sowie die sozialen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler und deren Einfluss auf den Bildungsweg eines Einzelnen ein. Link zum Material eingesehen am: 13.01.2021Probleme oder Hinweise zu diesem Material melden
Ergebnisse einer Längsschnittuntersuchung an einer Grundschule Ditton, Hartmut 2007 Kompetenzaufbau und Laufbahnen im Schulsystem. Ergebnisse einer Längsschnittuntersuchung an Grundschulen. In seiner Studie befasst sich Hartmut Ditton mit der Übergangsthematik von der Grundschule in den SEK I - Bereich und den Einfluss der sozialen, personalen und institutionellen Bedingungen auf die Entscheidung der Eltern bezüglich des weiteren Bildungsweges ihrer Kinder. Link zum Material eingesehen am: 13.01.2021Probleme oder Hinweise zu diesem Material melden
Soziale Ungleichheiten in schulischer und außerschulischer Bildung Solga, Heike & Dombrowski, Rosine 2009 Arbeitspapier 171: Soziale Ungleichheiten in schulischer und außerschulischer Bildung - Stand der Forschung und Forschungsbedarf.

Bildungsarmut vermindert oftmals Partizipationschancen und ist mitverantwortlich für Ungleichheiten in Lebensläufen. Auch gilt immer noch, dass Lernerfolg in Deutschland eng an die soziale Herkunft geknüpft ist. Das Arbeitspapier gibt hier einen zeitpunktbezogenen Ein- bzw. Überblick in die sozialen Ungleichheiten der schulischen und außerschulischen Bildung. Dabei werden insbesondere Aspekte wie „Migrationshintergrund“ und „Geschlecht“ berücksichtigt.

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Menschen mit Behinderung und ihr Weg in Ausbildung und Beruf Niehaus, Mathilde; Kaul, Thomas; Friedrich-Gärtner, Lene; Klinkhammer, Dennis & Menzel, Frank 2012 Zugangswege junger Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Beruf.

Die Studie ermöglicht einen Überblick über die Zugangschancen von jungen Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Beschäftigung. Kapitel 3 beleuchtet insbesondere die Rolle der Schulen für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.

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Jugend-Migrationsreport Stürzer, Monika; Täubig, Vicki; Uchronski, Mirjam & Bruhns, Kirsten 2012 Schulische und außerschulische Bildungssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Jugend-Migrationsreport: Ein Daten- und Forschungsüberblick.

Der Jugend-Migrationsreport ist eine Zusammenstellung von empirischen Befunden. In den Fokus genommen werden Bildungsverläufe und -abschlüsse an Schulen, die Berufsausbildung und die akademische Ausbildung sowie die non-formale Bildung im Bereich der Jugendarbeit. Dieser Forschungsüberblick zeigt die Chancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zur gesellschaftlichen Teilhabe und Integration auf.

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Monitor Digitale Bildung Schmid, Ulrich; Goertz, Lutz & Behrens, Julia (Bertelsmann Stiftung) 2016 Monitor Digitale Bildung Berufliche Ausbildung im digitalen Zeitalter. Der „Monitor Digitale Bildung“ der Bertelsmann Stiftung schafft erstmals eine umfassende und repräsentative empirische Datenbasis zum Stand des digitalisierten Lernens in den verschiedenen Bildungssektoren in Deutschland – Schule, Ausbildung, Hochschule und Weiterbildung.
Eine der Kernfragen ist: Wie kann digitales Lernen benachteiligte Lernende fördern und den Zugang zu den einzelnen Bildungssektoren insgesamt erhöhen?
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